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Einiges aus der Geschichte des Spielzeugs:
Geschichte von Spielzeug
Steinzeit
Als das älteste Spielzeug ist die Puppe anzusehen. Bereits aus der jüngeren Steinzeit lassen sich puppenähnliche Gebilde aus Ton nachweisen. Spielzeug wurde zunächst auf einfachste Weise selbst gefertigt, z. B. durch Schnitzerei. In vorgeschichtlichen Kindergräbern hat man als Beigaben kleine keramische Lärminstrumente, insbesondere Klappern, Rasseln und Pfeifen gefunden. Sie dienten zwar auch der Abwehr von bösen Geistern, eine mögliche Spielzeugdeutung kann aber nicht geleugnet werden.
Altertum
Etwa 200 vor Christus gab es in Ägypten bereits hölzerne Krokodile und Löwen mit beweglichem Unterkiefer. Auch waren Puppen mit beweglichen Gliedmaßen aus Holz, Ton, Terrakotta, Knochen und Gips im gesamten antiken Mittelmeerraum bekannt. Auf griechischen Vasen sind häufig Kinder mit Spielzeug abgebildet. Im antiken Rom gab es gar vollständige Puppenmöbelgarnituren.
Mittelalter
Messingpferdchen, Holz- und Tontiere waren im 12. Jahrhundert von kleinen Jungen ebenso begehrte Spielsachen, wie gewappnete Ritter im Kleinformat. Nicht nur, aber auch durch den Einfluss der das soziale Leben bestimmenden Kirche, findet man nun vermehrt geschlechterspezifisches Spielzeug. Mädchen wurden bereits spielerisch auf ihre Rolle als Mutter (Puppe, Puppenhaus) und Bewahrerin der häuslichen Ordnung (Stick-, Spinn- und Schmuckarbeiten) vorbereitet. (Anmerkung: Hier ist IMMER von der privilegierten Adelsschicht oder dem aufkommenden Bürgertum die Rede. Die Kinder der sogenannten niederen Stände hatten, so sie Gelegenheit dazu besaßen, wenig Spielzeit und das Spielzeug beschränkte sich auf selbstgefertigte Murmeln, Bälle aus Bast und Holzkreiseln.)
Materialien
Holzspielzeug erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Menschen haben zu dem Naturprodukt Holz eine ganz natürliche Verbindung. Holz wärmt, gibt Geborgenheit und lässt sich leicht verarbeiten. Die ästhetischen Strukturen schaffen Harmonie und Sicherheit.
Industrie
Im Zuge der Industrialisierung hat sich die Spielzeugindustrie entwickelt. Seit dem 15. Jahrhundert ist Nürnberg ein Mittelpunkt des Handels und der Produktion von Spielzeug. Der sogenannte Nürnberger Tand, worunter man vollständig eingerichtete Puppenstuben, Holzsoldaten, Steckenpferde, Trommeln und sogar kleine Messingkanonen verstand, eroberte den bis dahin bekannten Weltmarkt. Noch heute befinden sich etwa 70 % der bundesdeutschen Spielwarenindustrie im süddeutschen Raum. (Siehe auch: Spielzeugmuseum (Nürnberg))
Die Gestaltung des Spielzeugs spiegelt die unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Lebensbezüge wider. Auch Erwachsene beschäftigen sich mit Spielzeug, z. B. Modellbau.
Heute wird der Großteil allen Spielzeugs in China hergestellt.
Aus Wikipedia der freien Enzyklopädie
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